Sicherheits- & Gesundheitsschutzkoordination

Sicherheits- & Gesundheitsschutzkoordination

Seit Inkrafttreten der Baustellenverordnung im Juli 1998 unterliegen Bauvorhaben in Deutschland den gesetzlichen Bestimmungen zum Sicherheits- und Gesundheitsschutzes. Bauherren oder Veranlasser von Bauvorhaben sind seitdem durch den Gesetzgeber zur Gewährleistung, Koordinierung und Umsetzung des Arbeitsschutzes, für alle am Bau beteiligten Personen verpflichtet.
Um als Bauherr dieser Verpflichtung nachzukommen, hat dieser die Möglichkeit diese Aufgabe selber zu übernehmen beziehungsweise kann er hierzu einen „externen Dritten“ bestellen. Jedoch empfiehlt sich bei fehlenden Kenntnissen hinsichtlich des Arbeitsschutzes, einen „SiGeKo“ für die Aufgaben der Sicherheits- & Gesundheitsschutzkoodination zu beauftragen. Der Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator als Berater des Bauherrn, hat gegenüber den Beschäftigten keine Weisungsbefugnisse, diese können aber durch den Bauherren eingeräumt werden. Bei „Gefahr in Verzug“ darf er jedoch eingreifen und Weisungen erteilen.

In der Planungsphase erarbeitet der SiGeKo den Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan, auch  SiGe-Plan genannt, aus und passt ihn bei Bedarf an den Planungsprozess an. Außerdem stellt er die Unterlage für spätere Arbeiten zusammen, diese entält die erforderlichen Angaben zu Sicherheit und Gesundheitsschutz, die bei möglichen späteren Arbeiten an der baulichen Anlage zu berücksichtigen sind. Des Weiteren wirkt er darauf hin, dass Leistungen zu Sicherheit und Gesundheitsschutz in Ausschreibungen, Vergabe- und Bauvertragsunterlagen Beachtung finden. Der SiGeKo berät bei der Terminplanung um Gefahren zu vermeiden, die durch ein zeitliches Nebeneinander hervorgerufen werden können. Darüber hinaus wirkt der SiGeKo bei Bedarf bei der Erstellung der Vorankündigung und deren Übermittlung an die zuständige Behörde (z.B. Gewerbeaufsichtsamt oder Amt für Arbeitsschutz) mit.

Die Bestellung des SiGe- Koordinators sollte so rechtzeitig erfolgen, dass er die in der Planungsphase des Bauvorhabens zu erfüllenden Aufgaben erledigen kann, d.h. zu Beginn der Planungsphase.

In der Ausführungsphase des Bauvorhabens „koordiniert“ der SiGeKo die Anwendung der allgemeinen Grundsätze nach § 4 ArbSchG und berücksichtigt sicherheits- und gesundheitsschutzrelevante Wechselwirkungen zwischen Arbeiten auf der Baustelle und anderen betrieblichen Tätigkeiten auf der Baustelle. Der SiGeKo führt bei Bedarf Sicherheitsbesprechungen durch und informiert alle Auftragnehmer über die Maßnahmen für Sicherheit und Gesundheitsschutz. Er macht den sog.  SiGe-Plan bekannt, schreibt ihn fort und wirkt auf die Umsetzung der erforderlichen Arbeitsschutzmaßnahmen durch die beteiligten Unternehmen beziehungsweise deren Beschäftigten auf der Baustelle hin. Eine weitere Aufgabe des Sicherheitskoordinators ist die Durchführung von Baustellenbegehungen. Hierbei hat der SiGeKo die Möglichkeit Mängel in der Arbeitssicherheit, den Beschäftigten, gleich vor Ort aufzuzeigen. Er erstellt eine Dokumentation in dem die Mängel aufgeführt werden.

Kurz notiert:

Absturzunfälle machen ca. 40 % aller Unfälle im Baugewerbe aus. Zwischen den Jahren 2007 und 2016 registrierte die BG Bau 92.500 Absturzunfälle, davon endeten 341 tödlich. In 2016 gab es ca. 8.000 Absturzunfälle davon verstarben 29 Personen. Die häufigsten Abstürze geschehen von Leitern und Gerüsten, aber auch von Dächern und Treppen.

  • Erarbeitung und Fortführung eines SiGe-Plans
  • Vorankündigung an die zuständige Behörde
  • Anfertigen einer Baustellenordnung
  • Koordinierung und Überwachung Ihres Bauprojektes
  • Erstellung einer Unterlage (für spätere Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten)

So erreichen Sie uns

  • Am Hochgarten 6, 56727 Reudelsterz
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